AntiGraffiti-Aktionstag im Stühlinger 12. Oktober 2013

Die diesjährige AntGraffitiaktion der Stadt Freiburg findet im Stühlinger statt.

Eine Begehung mit dem Bürgerverein hat schon stattgefunden und jetzt werden die Eigentümer der Häuser gesucht und angeschrieben, ob sie mit der Entfernung, bzw. überstreichen der Graffitis einverstanden sind. Dieses Anschreiben ist sehr mühevoll und aufreibend und manch ein Eigentümer, der fern von Freiburg wohnt zeigt kein Interesse an einer Säuberung der Fassade.

Wir als Innung unterstützen diese Aktion von Anfang an. Wir entscheiden bei der Begehung, welche Graffitis entfernt werden können, sprich welcher Untergrund tragend ist, welcher Sandstein eine Reinigung aushält oder ob ein Anstrich empfehlenswert ist. Letzlich entscheiden wir auch, wie hoch der Aufwand ist und ob das alles an einem Samstag zu schaffen ist. Wir arbeiten nachhaltig, das heißt wir überstreichen so, das der nächste Maler auf diesem Untergrund weiterarbeiten kann.

Wenn die Zustimmung der Eigentümer endlich da ist, müssen die Farbtöne abgenommen werden, was mittlerweile Peter Krieger vom Kaltenbach übernimmt, denn er liefert auch die gemischten Farben. Das Reinigen und Isolieren der Flächen findet dann in der Aktionswoche statt. Da setzten sich auch unsere Senioren ein, allen voran Otto Schwenninger.

Am Aktionstag selber, am Samstag den 28. September, treten dann die Innungsmaler in Aktion. Morgens um 9 geht’s los. Es wird eingeteilt wer wo was macht. Gestellt wird Pinsel, Farbe, Abdeckmaterial, gebraucht wird handwerkliches Geschick und ein gutes Auge. Meist sind noch ein paar Jugendliche dabei, die soziale Stunden ableisten, diese müssen auch irgendwie eingesetzt werden. Wir fahren dann unsere Einsatzplätze ab und schauen, das alles wieder schön wird.
Der Bürgerverein hat einen Stand aufgebaut, damit die Bevölkerung informiert wird, Kaffee gibt’s und Getränke und ein Essenspaket für jeden Helfer.
Es wird viel geredet und rumgestanden, Bürger fragen uns Maler, was wir machen, wer wir sind, warum wir das unentgeltlich machen, manchmal ist die Presse da und fragt das gleiche, sprich das Ganze ist ein kleiner Event und macht einfach Spaß.
Wenn dann alles erledigt ist, so gegen 14 Uhr gibt es meist noch einen waren Imbiss, jeder bedankt sich bei jedem und alle sind stolz.
Ich helfe jetzt seit 5 Jahren mit und freue mich immer wieder auf diese Aktionen. Ich habe noch keinen Auftrag dadurch gewonnen (obwohl ich viele Visitenkarten verteilt habe) oder sonstigen finanziellen Vorteil (bis auf ein kleines Trinkgeld oben in der Wiehre). Aber was ich gewonnen habe ist ein riesen Stück Erfahrung und Anerkennung. Ich bin am Kunden dran, sehe deren Bedürfnisse und Fragen, oftmals simple Fragen nach Farbe usw. Spüre aber umso mehr deren Anerkennung für unser ehrenamtliches Engagement. Und das tut gut und macht einfach Spaß. Den jugendlichen Übeltätern, die ihre Sozialstunden ableisten ist hinterher bewußt, daß Graffitis Sachbeschädigung der übelsten Art sind und es einen Haufen Geld kostet, sie wieder zu entfernen.
Dann sind die Kollegen da und die Prominenz, man wird in der Presse erwähnt und ist einfach mal dabei.
Ich hoffe, ich konnte euch ein bißchen Lust auf AntiGraffiti machen und freue mich wenn ich ein paar von euch am 28. September sehe.

Liebe Grüße
MLM Bernd Piskator